Die Sprintdistanz: worum es geht
Ein Sprint-Triathlon besteht meist aus 750 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und 5 Kilometern Laufen. Die meisten brauchen dafür zwischen 1:15 und 1:45 Stunden.
Das ist eine Distanz, die man mit etwa drei Monaten Vorbereitung schafft, wenn man grundsätzlich sportlich ist – und für die man keine Spezialausrüstung braucht. Es gibt zusätzlich noch kürzere Formate, oft „Jedermann" oder „Volksdistanz" genannt, mit 400 bis 500 Metern Schwimmen. Für den allerersten Start ist das eine gute Wahl.
Was du wirklich brauchst
| Teil | Anmerkung |
|---|---|
| Fahrrad | jedes verkehrssichere Rad, auch ein Trekkingrad – kein Rennrad nötig |
| Helm | Pflicht, muss unbeschädigt sein |
| Schwimmbrille | die aus dem Becken reicht, plus eine Ersatzbrille |
| Badekappe | wird meist gestellt und ist Pflicht |
| Tri-Anzug oder enge Sporthose plus Shirt | muss nass und trocken funktionieren |
| Laufschuhe | die, in denen du trainierst |
| Startnummerngürtel | kostet wenig, spart in der Wechselzone viel |
| Handtuch | als Unterlage am Wechselplatz |
| Trinkflasche am Rad | bei Hitze zwei |
Was sich leihen oder aufschieben lässt
Neopren
Bei Wassertemperaturen unter etwa 22 Grad ist er erlaubt und hilft enorm – Auftrieb, Wärme, ein besseres Gefühl im Wasser. Aber ein guter Anzug kostet mehrere hundert Euro. Für den ersten Start leihen: Viele Fachgeschäfte und einige Veranstalter bieten Leihanzüge an, oft für 20 bis 40 Euro. Zieh ihn vorher mindestens dreimal an und schwimm damit – mehr dazu unter Freiwasserschwimmen lernen.
Rennrad, Zeitfahrrad, Aufsatz
Kann alles warten. Ein Trekkingrad auf 20 Kilometern kostet dich vielleicht drei bis fünf Minuten gegenüber einem Rennrad. Das ist beim ersten Start völlig gleichgültig – und du weißt hinterher, ob dir der Sport überhaupt liegt.
Klickpedale
Wenn du sie nicht ohnehin fährst: nicht für den ersten Wettkampf lernen. Turnschuhe auf Plattformpedalen sind auf 20 Kilometern kaum langsamer und in der Wechselzone sogar schneller.
Was gar nicht nötig ist
Aerohelm, Scheibenrad, Renn-Neopren, Wettkampfschuhe mit Carbonplatte, Powermeter. Alles nett, nichts davon entscheidet über deinen ersten Triathlon.
Der Tri-Anzug – oder eine Alternative
Der Sinn eines Tri-Anzugs: Du ziehst ihn einmal an und behältst ihn über alle drei Disziplinen. Er trocknet schnell, hat ein dünnes Sitzpolster, das beim Laufen nicht stört, und liegt eng genug an, um unter dem Neopren zu funktionieren.
Wer keinen hat: eine enge, kurze Radhose mit dünnem Polster und ein enges Funktionsshirt. Nicht: eine dick gepolsterte Radhose (saugt sich voll und wiegt beim Laufen), ein weites Baumwollshirt, oder eine Badehose mit Innennetz.
Umziehen in der Wechselzone ist bei vielen Veranstaltungen erlaubt, aber es kostet Minuten und ist unter feuchter Haut mühsam. Der eine Anzug für alles ist die einfachere Lösung.
Der Ablauf am Wettkampftag
- Zwei Stunden vorher da sein. Startunterlagen abholen, Startnummer aufkleben, Rad in die Wechselzone bringen. Die Zone schließt oft 30 bis 45 Minuten vor dem Start.
- Frühstück drei Stunden vorher, leicht verdaulich und wie im Training geübt.
- Wechselplatz aufbauen und den Weg abgehen – vom Schwimmausstieg zum Platz, vom Platz zum Radausgang, vom Radeingang zum Platz, vom Platz zum Laufausgang. Die Anleitung steht unter Wechselzone im Triathlon.
- Zum Briefing gehen. Dort werden Strecke, Bojen, Wendepunkte und die Regeln für diesen Wettkampf erklärt. Fünfzehn Minuten, die viel Ärger sparen.
- Einschwimmen, wenn erlaubt: zwei bis drei Minuten. Das nimmt dem kalten Wasser die Spitze.
- Nach dem Ziel: trinken, etwas essen, und in Ruhe zurück zur Wechselzone. Sie wird meist erst freigegeben, wenn die letzten Radfahrer zurück sind.
Eine Checkliste zum Abhaken
- Rad geprüft: Bremsen, Reifendruck, Kette, Schnellspanner fest
- Helm, Schwimmbrille (plus Ersatz), Badekappe
- Tri-Anzug oder Radhose und Shirt, im Training getragen
- Laufschuhe mit Schnellschnürsenkeln
- Startnummerngürtel, Handtuch, Trinkflasche
- Neopren (falls erlaubt und vorhanden), Body Glide
- Startunterlagen, Lizenz oder Tageslizenz, Ausweis
- Etwas zu essen für danach, trockene Kleidung
- Bei Sonne: Sonnencreme, Kappe fürs Laufen
Und der letzte Punkt, der auf keiner Liste steht: Nimm dir vor, das erste Rennen langsamer zu machen, als du kannst. Fast alle starten zu schnell ins Schwimmen und zahlen es auf den fünf Kilometern zurück.
Die Termine in deiner Nähe stehen unter Triathlon und Multisport.
Häufige Fragen
Brauche ich für den ersten Triathlon ein Rennrad?
Nein. Jedes verkehrssichere Rad ist erlaubt, auch ein Trekkingrad. Auf 20 Kilometern kostet dich das gegenüber einem Rennrad drei bis fünf Minuten – für den ersten Start völlig gleichgültig.
Was ziehe ich beim Triathlon an?
Am einfachsten einen Tri-Anzug, den du über alle drei Disziplinen anbehältst. Alternativ eine enge Radhose mit dünnem Polster und ein Funktionsshirt. Keine dick gepolsterte Radhose und kein Baumwollshirt.
Brauche ich einen Neoprenanzug?
Unter etwa 22 Grad Wassertemperatur ist er erlaubt und hilft deutlich. Für den ersten Start lohnt sich Leihen – viele Fachgeschäfte und Veranstalter bieten das für 20 bis 40 Euro an. Vorher mindestens dreimal damit schwimmen.
Wie lange dauert ein Sprint-Triathlon?
Bei 750 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Rad und 5 Kilometern Laufen brauchen die meisten zwischen 1:15 und 1:45 Stunden. Für den allerersten Start gibt es oft noch kürzere Volks- oder Jedermanndistanzen.
Wann muss ich am Wettkampftag da sein?
Etwa zwei Stunden vorher. Die Wechselzone schließt meist 30 bis 45 Minuten vor dem Start, und dazwischen willst du Startunterlagen holen, den Platz aufbauen, den Weg abgehen und zum Briefing.